Charlotte, eine Frau Ende dreißig, ist in ihrer alten Heimat Berlin gestrandet. Sie deponiert ihre Habe in einem Schließfach, wäscht sich in einem öffentlichen WC.
Ausgerüstet nur mit einem Abendkleid versucht sie wieder da anzuschließen, wo sie irgendwann einmal aufgehört hat.
Man folgt ihr durch die öffentlichen Räume Berlins. Flughafen, der Bahnhof Zoo, eine Bar, ein Geldwechselladen. Räume, die keine Identität besitzen, allenfalls geborgte Identitäten der Menschen, die sie für kurze Zeit benutzen.
Mit größter Konzentration und Anspannung bahnt sich Charlotte ihren Weg durch die Stadt. Sie besucht eine Vernissage, wo die affektierten alten Freunde noch den Überfluss feiern. Das glamuröse Leben von einst hat sich für Charlotte in eine rastlose Suche verwandelt. Ein Abgrund tut sich auf, zwischen ihren Wünschen und der Realität, zwischen dem was gestern war und dem was heute ist.
Von den Passanten auf den Strassen argwöhnisch beäugt, findet sich die Faszination, die Charlotte einst ausgestrahlt hat nur noch als melancholischer Glanz in den Augen ihrer einstigen Liebhaber. Der, mit dem sie schließlich in einem freudlosen Hotelzimmer landet, vespricht ihr jedoch keine "amour fou" mehr. Die Grenze zwischen One-Night- Stand und Prostitution beginnen sich aufzulösen.
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